ASP steht für Applikation Service Provider und bezeichnet ein Nutzungsmodell von Software. In ASP-Modellen mietet der Nutzer für einen vereinbarten Betrag bestimmte Services für einen definierten Zeitraum von einem ASP-Dienstleister. Dieser Dienstleister stellt die vereinbarten Programmbestandteile über das Internet zur Verfügung und kümmert sich um Administration, Wartung und das Einspielen von Patches. Zudem ist in der Regel auch eine Anwenderbetreuung (Support) Teil des ASP-Vertrags.

Umgangssprachlich wird häufig der Begriff SaaS verwendet, während die Abkürzung ASP häufig im Zusammenhang mit DATEV-Installationen von Kanzleien verwendet wird.

Als Vorteile von ASP gelten der geringere Investitionsbedarf, da die Anschaffung und der Betrieb der von Server-Hardware entfallen. Die entstehenden Mietkosten lassen sich einfach absehen und gut planen. Die Einführung kann beschleunigt von statten gehen und die Lösung unkompliziert skaliert werden, wenn das Unternehmen wächst, da lediglich zusätzliche Kapazität im Rechenzentrum des ASP-Dienstleisters benötigt wird. Durch den Zugriff per Internetverbindung kann die Software zudem unkompliziert mobil genutzt werden und steht an jedem Ort mit Internetverbindung zur Verfügung. Große professionell gemanagte Rechenzentren bieten darüber hinaus ein hohes Sicherheitsniveau und eine hohe Verfügbarkeit.

Als nachteilig wird angesehen, dass sich ASP-Nutzer von einer funktionierenden Internetverbindung abhängig machen, da die gemietete Software nur online genutzt werden kann. Der ASP-Kunde ist zudem abhängig vom ASP-Dienstleister, da die gemietete Software nicht mehr zur Verfügung steht, wenn das Rechenzentrum abgeschaltet wird (etwa im Insolvenzfall). Zudem ist der Kunde bei nötigen Anpassungen und bei der Durchsetzung von Datenschutz und Datensicherheit auf den ASP-Provider angewiesen.

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Florian Rauchenecker, Wolfgang Mayer

Geschäftsführer